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Der Wechselwirkungs-Check

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Um Interaktionen bei Medikamenten der HIV-Therapie mit anderen Substanzen zu überprüfen, gibt es die Weibseite HIV-Druginteractions.org der Universität Liverpool. [hier]


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Münchner AIDS- und Hepatitis-Tage ZU GAST IN BERLIN, 23. – 25. März 2018

Hans_J__ger_Er__ffnung_AidstageDer langjährige Chef und Erfinder der Münchner Aidstage, der Behandler und Kliniker Dr. Hans Jäger, eröffnete die 17. Münchner Aids- und Hepatitistage 2018 vom 23. bis 25. März. Diese im Turnus von zwei Jahren stattfindende Fachtagung zum Thema HIV und Hepatitis findet in diesem Jahr nicht in München statt, sondern, der Titel verrät es, ist „zu Gast in Berlin“.

In der Hauptstadt gibt es nun einmal landesweit die größte Anzahl von Betroffenen, aber auch ein robustes Netz bestehend aus Grundlagenforschung, Anwendungsforschung, Klinik und ambulanter Behandlung sowie zahlreiche Selbsthilfe-Netzwerke.

Zu Beginn stellt Dr. Jäger fest, dass sich bei der Bekämpfung von HIV und Aids in den letzten Jahren sehr viel verbessert hat: Bei der Behandlung und somit auch im Leben der Betroffenen. Die Erfolge seien offenbar und unbestritten, vor allem, wenn man sich die Situation in den achtziger und neunziger Jahren betrachtet. Doch Dr. Jäger stellt auch klar, dass viele Probleme entgegen aller anderweitigen Erwartungen bis heute verblieben sind... [weiterlesen]

PrEp in der Apotheke

HIV-Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP)


Beratung_PrEP_Witzleben_Apo_2Um sich vor einer HIV-Ansteckung zu schützen, setzen viele MSM (Männer, die mit Männern Sex haben) auf die sogenannte Prä-Expositions-Prophylaxe, die PrEP.

Seit Anfang Oktober 2017 gibt es die Möglichkeit, ein "Truvada"-Generikum, zugelassen für die HIV-Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP), für  ca. 50 Euro im Monat zu beziehen. Hier erhält der PrEP-User 28 verblisterte Tabletten, die täglich mit einer Mahlzeit einzunehmen sind. Die Wirkstoffe Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil werden in Kombination mit Safer-Sex-Praktiken für die Prä-Expositions-Prophylaxe zur Reduktion des Risikos einer sexuell erworbenen HIV-1-Infektion bei Erwachsenen mit hohem HIV-Risiko angewendet.

Dieses Anwendungsgebiet beruht auf klinischen Studien an Männern, die Sex mit Männern (MSM) haben und ein hohes Risiko für eine HIV-1-Infektion aufweisen, sowie auf Studien an Männern und Frauen in heterosexuellen serodiskordanten Partnerschaften.

Das Medikament mit den Wirkstoffen Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil zur Reduktion des Risikos einer HIV-1-Ansteckung sollte allerdings nur bei Personen angewendet werden, bei denen ein bestätigter HIV-negativer Befund vorliegt. Dieser HIV-negative Befund sollte während der Anwendung von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil zur PrEP in regelmäßigen Abständen (z. B. mindestens alle 3 Monate) mit Hilfe eines Antigen-/Antikörper-Tests bestätigt werden. Ebenso sollten die PrEP-Benutzer alle drei Monate bei einem HIV-Schwerpunktarzt auch einen Check zu anderen sexuell übertragbaren Infektionen machen.

Die PrEP-Tabletten gibt es mittlerweile auch von weiteren Anbietern. Von der Firma Ratiopharm beispielweise gibt es die 30er-Packung Emtricitabin/Tenofovir Ratiopharm für 69,90 Euro. So kann der PrEP-Benutzer ein Fertigarzneimittel erhalten und muss nicht mehr unbedingt den Weg über die Verblisterung gehen.

Egal ob es sich um das verblisterte Präparat oder das Fertigarzneimittel bei der PrEP-Anwendung handelt, ist es unablässig, dass wichtige Qualität-Standards sichergestellt werden. Schließlich handelt es bei der "blauen Pille" um ein hochaktives antiretrovirales Medikament, das ursprünglich zur Behandlung einer HIV-Infektion eingesetzt wurde und wird. Deshalb dürfen laut Zulassung nur eigens geschulte Ärzte die PrEP verordnen! So kann sich der PrEPster darauf verlassen, dass der Arzt auch alle wichtigen Faktoren bei der Verschreibung dieses Medikaments berücksichtigt hat.

In der Apotheke sollte es zusätzlich eine 20- bis 30-minütige Beratung geben, um so den Kunden über Neben- und Wechselwirkungen und die Einnahmevorschriften zu unterrichten. Die Schwerpunktapotheken, die eine langjährige Erfahrung mit diesen Medikamenten haben, sind auch hier der richtige Ansprechpartner. Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite der DAH2KA.


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